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Schön datte do bes

Fein daß Du hier bist, hol Dir was Leckeres zum Trinken und zum Knabbern, eine weiche, warme Decke, laß den Hund auf's Sofa, und schon geht's los. Schau Dich ganz in Ruhe um, und wenn es Dir gefällt würde ich mich freuen, wenn Du bleibst.....sagt die dicke, alte Frau

Sonntag, 25. April 2010

Der...

letzte Tag unserer Rundreise ist angebrochen, und wir schauen uns heute noch eine Menge toller Sachen an. Hier in Skuttustadir halten wir uns nachher gar nicht mehr auf, deshalb nehmt bitte alle Eure Sachen mit in den Bus. Haltet aber bitte eine warme Jacke bereit und, zieht Euch auch jetzt nicht luftig an. 
Nach dem Frühstück, heute gibt es nur noch Blaubeerskyr (eine Art Kefir, sooooooo lecker), Stockfisch mit frischer Butter (gerne als Snack gegessen und ebenfalls sehr lecker, wenn auch sehr geruchsintensiv), und Kaffee. Aber unterwegs halten wir ja auch wieder öfter an, da könnt Ihr Euch noch mit Leckereien eindecken.
Hier in Skuttustadir finden wir viele dieser Pseudokrater. Ihre Entstehung verdanken wir dem Sklaven von Garda, einem der ersten Siedler in Husavik. Garda hatte seinen Sklaven losgeschickt, um die Quelle der Laxa, des Lachsflusses, zu finden. Dieser kehrte nach einiger Zeit zurück, um zu berichten, sie entspringe im Myvatn. Als Garda ihn der Lügerei bezichtigte stampfte er mit dem Fuß auf und schrie:" Möge aus jedem meiner Fußstapfen Feuer aufsteigen, damit Du siehst, wie weit ich gegangen bin!" Ja und dann hatten die den Salat. Aber ich kann nur sagen, diese
Pseudokrater sind so schön weich, darin kann man wunderbar schlafen. Aber dazu besteht ja jetzt kein Grund, wir haben ja bis eben geschlafen.
Stattdessen fahren wir ein kurzes Stück bis Namaskard, Nama ist eine Mine, wir fahren also zum Minenberg.

Hieran fahren wir nur vorbei, wir können sie vom Bus aus gut sehen.
Da liegt schon unser Ziel

Ja, hier stinkt's mächtig nach Schwefel, paßt auf, daß IhrEuch da keine Spritzer abfangt, das brennt wie die Hölle.
Nun schaut Euch hier die verschiedenen Formen und Farben an, die die Natur hier auf engstem Raum hervorgebracht hat.


Das sind Schwefelkristalle







Ab jetzt fliegen wir von Ziel zu Ziel, das nächste wir der Godafoss, der Götterfall sein, davon habe ich Euch am Thingvellir erzählt, deshalb jetzt nur die Bilder.





Wir fliegen nun zu den Westfjorden. Erdgeschichtlich zählen sie zu den ältesten Landesteilen. Hier finden wir überwiegend Steilküsten und zusammen mit dem rauen Klima, das auch im Sommer oft noch Eisschollen in Sichtweite möglich macht, machten sie eine Besiedelung und Landwirtschaft schier unmöglich. Dafür bieten sie aber beste Nistmöglichkeiten für die Vogelwelt. Latrabjarg ist der westlichste Punkt Europas. Die Papageientaucher sind hier in Massen zu sehen und sie sind gar nicht scheu. Ich konnte mit meiner Kamera bis auf einen halben Meter herangehen, sie schauten mich ganz ruhig an und blieben sitzen. Das war einer meiner schönsten Momente dort.
Damals sind wir mit dem Auto gefahren, was nicht so einfach ist, da die Straßen hier NOCH schlechter sind, als in den übrigen Landesteilen abseits der Ringstraße. Für 100km brauchen wir 8 Stunden.
Von hier aus könnt Ihr einen der schönsten und bekanntesten Gletscher Islands sehen, den Snaefellsjökull (Snaifedlsjökudl), den Schneefallsgletscher. Hier begann Jule Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde".





So sieht er bei Sonnenuntergang aus.






Hier sah ich das einzige Mal weißen Sandstrand in Island. Und ich kann nur sagen, wenn man wochenlang nur schwarzen Lavastrand sah, sogar die Sandkästen der Kinder ebenfalls damit gefüllt sind, dann vermißt man hier nur noch die Palmen und kann nicht wirklich glauben, daß dieses tiefblaue Wasser weniger als 28°C haben soll.  --  ES HAT 3-4°C! Und das ist verdammt kalt! Ich habe es ausprobiert, hatte ernsthaft vor zu schwimmen, aber nachdem der erste Zeh, den ich ins Wasser tauchte beinahe auf der Stelle abfrohr, habe ich es besser gelassen. Hätte mich da ein fremder Mensch gesehen, ich wäre auf der Stelle eingesperrt worden.

 
Hier sieht man die Steilküste sehr schön, und hier kommt man den Lundis, den Papageientauchern, dem Nationalvogel Islands so nahe.
Ein Fjord auf Snaefellsness

Auf Snaefellsness haben wir gezeltet. Um Mitternacht saß ich Ewigkeiten vor dem Zelt und wollte einen "Sonnenuntergang" sehen. Nach einer ganzen Stunde bemerkte ich endlich, daß der glutrote Feuerball am Horizont tatsächlich nur nach Westen gewandert war, immer schön auf einer Linie, ein faszinierendes Schauspiel.
Die Bilder, die ich Euch jetzt zeige, zeigen verschiedenste Sonnenuntergänge.
Den Snaefellsnessjökull kann man bei klarem Wetter von Reykjanes aus sehen.

Jetzt fliegen wir zum Hraunfossar (Chreunfossar), Brauner Wasserfall. Er entstand, weil der ihn speisende Fluß, die Hvita, stromaufwärts im Lavafeld versickert und unterirdisch weiterfließt. Ja und hier fand sie in über 100 kleinen Wasserfällen den Weg in die Freiheit. Laßt die Bilder einfach auf Euch wirken.




Nun fliegen wir das vorletzte Ziel unserer Reise an, die Westmännerinseln. Das heißt nur eine davon, Heimaey, die einzig bewohnte der Inselgruppe. Zu ihrem Namen kamen die Inseln, weil der Halbbruder Ingolfurs vion seinen Sklaven, die er sehr grausam behandelte, getötet wurde. Diese flohen, um der Strafe zu entgehen auf die vorgelagerten Inseln. Das half ihnen nicht, sie wurden gefunden und getötet. Seither wurden diese Inseln Westmännerinseln genannt, da alle Sklaven, die die Norweger mitgebracht hatten aus England und Irland stammten, sie waren die Westmänner.
Der Flughafen von Heimaey liegt außerhalb. Als ich hier war überlegte ich, wie wir mit Gunnar und Erla wohl in die Stadt kommen würden, denn Isländer laufen ja bekanntlich äußerst ungern. Wir machten uns also auf den Weg, zu Fuß, denn es gibt keinen Bus. Sofort hielt ein Wagen an, der Fahrer sprach Gunnar an, nach einer kurzen Weile sagte Gunnar, wir sollen einsteigen. Der Fahrer war sehr freundlich und fragte uns, woher wir kämen, wie lange wir auf Heimaey bleiben wollten u.s.w. Er fuhr immer weiter, erklärte uns eine Menge, machte mit uns eine richtige Inselrundfahrt, auf den Vulkan, der 1973 zuletzt ausgebrochen war, und der noch immer einen sehr warmen Boden hatte. Gräbt man ca. 20-30cm tief, schaut man auf lodernde Flammen, jedenfalls war das 1988 noch so, mittlerweile mag es abgekühlt sein. Dieser nette Mann erklärte so Vieles, es war eine sehr interessante Fahrt. Plötzlich standen wir am Ende einer Straße, vor uns der Fuß des Vulkans und davor ein riesiger Fußball. Ich wollte natürlich gerne wissen, was das denn zu bedeuten habe. Ja, und was dann kam war unheimlich süß. Also die Geschichte ist die: Der Isländer Asgir Sigurwindson spielte damals für den VFB Stuttgart. Er stammte von Heimaey. Und weil die Westmänner so stolz auf ihn waren  ---  bauten sie ihm dieses Denkmal. Dann brachte der Mann uns noch zu einem Haus, dort wohnte Gunnars Cousine. Ich wunderte, daß der Mann sich verabschiedete und wegfuhr. Wir bedankten uns und ich erkundigte mich bei Gunnar, wer das war. Und die Antwort:"Weiß ich nicht." Ja, so sind sie die Isländer.
Jetzt geht's auch schon wieder weiter, nämlich zum Flughafen von Keflavik.Unsere Reise ist jetzt zu Ende. Ich hoffe, es hat allen gefallen. Ich hab' mich sehr wohl gefühlt mit Euch als Reisebegleitung. Zum Abschluß zeige ich Euch noch ein paar Bilder.















                                                                                        Das Kraflakraftwerk




                                                                                         Am Myvatn















Nordlicht










Die blaue Lagune, von hier aus wird die ganze Halbinsel mit warmem Wasser und Heizung versorgt.
Das Wasser des Thermalbades ist ähnlich dem im Toten Meer. So hat sich hier über die Jahre ein wahrer Gesundheitstourismus entwickelt.


Islands Wald, der Hallormstadur (Hadlormstasür), das kann ich leider nicht übersetzen. Dieser Wald ist ein Anfang gewesen, Island wieder aufzuforsten.

So, das war's mit unserem Ausflug nach Island. Ich hoffe Ihr hattet so viel Spaß wie ich. Leider konnte ich meine eigenen Bilder nicht zeigen, da ich damals nur Dias gemacht habe und die Entwicklung zu Bildern wäre für meine Finanzen eine absolute Überforderung. Aber ich kann sagen, daß meine Bilder ähnlich waren, wie die, die ich Euch gezeigt habe, außer den Luftaufnahmen natürlich. Ich habe alle Orte selbst besucht, mit Ausnahme derer die ich durch einen entsprechenden Vermerk gekennzeichnet habe. Ich danke den Leuten von www.Iceland.de nochmals ausdrücklich, daß ich ihre Bilder für meinen Blog kostenlos nutzen darf, ohne sie wäre unsere Reise nicht möglich gewesen.
Jetzt wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntag.....  sagt die dicke, alte Frau

4 Kommentare:

paulina-amalia hat gesagt…

DANKE!! für diese ausführliche, fantastische, abwechslungsreiche rundreise!!
liebe grüsse
karin

piggy3 hat gesagt…

Hach was schön! Anstrengend aber sehr sehr schön! Ich danke dir für diese tolle Reise und auch für die ausführlichen Erklärungen.
Einen erholsamen Restsonntag wünsche ich und einen schönen Start in die neue Woche!
Viele liebe Grüße
Petra ;o)

Lilo hat gesagt…

Liebe Christiane,
ich hatte Euch ja einmal verpasst aber trotzdem noch den Anschluss bekommen.

Ich bedanke mich bei Dir, dass ich an dieser wunderschönen Reise teilnehmen durfte. Sie war schön, lustig, unterhaltsam und sehr lehrreich!
Hatte lange nicht mehr so viel Spass!
Jetzt lege ich erstmal die Beine hoch und wünsche auch Dir noch einen schönen und erholsamen Sonntagabend!
Lieben Gruß
Lilo

Hexe hat gesagt…

Wie schön Island doch ist.

Und nun Achtung, ich hab dir ein Stöckchen zugeworfen. Schau mal auf mein Blog.